Der letzte Zug
- Drama
- Monolog
- 2 Min.
- Ohne Geschlechtsmarkierung
- Erwachsene
- Mittel
Besetzung
5 Stichworte- MOI Ohne Geschlechtsmarkierung, Erwachsene deine Rolle
Auszug
MOI
Dir bleiben vier Minuten. Sag nichts. Ich weiß schon alles, was du sagen willst, und mir ist das Schweigen lieber: deine Stimme nehme ich leichter mit als deine Worte.
Du gehst, und das ist gut. So muss es sein. Ich halte dich nicht; jemanden festhalten heißt schon, ihn zu verlieren.
Ich wollte es dir nur zeigen, nicht sagen, zeigen: dass du in all den Jahren das einzig Sanfte warst in einem Leben, das nicht besonders sanft war. Vielleicht hast du das nie gewusst. Ich übrigens auch nicht, bis zu diesem Bahnsteig.
Was du damit machen darfst
Originaltext, geschrieben für Acto. Lies ihn, druck ihn, arbeite ihn im Unterricht, spiel ihn beim Vorsprechen oder im Self-Tape: dafür ist er da, und du musst niemanden fragen. Für eine öffentliche Aufführung oder eine kommerzielle Nutzung schreib uns an contact@acto.re.
In diesen Auswahlen
Derselbe Text, anderswo
Gleich daneben
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Was bleibt
Sag nichts. Bitte. Nicht jetzt, nicht mit dieser Stimme. Jahrelang habe ich dein Schweigen übersetzt. Ich bin es müde, immer zu spät recht zu haben.
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Sein oder Nichtsein
Sein oder Nichtsein: das ist hier die Frage. Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil’ und Schleudern des wütenden Geschicks zu erdulden,
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O Wut, o Verzweiflung
O Wut! O Verzweiflung! O feindliches Alter! Habe ich so lange gelebt, nur für diese Schmach?